In der kalten Jahreszeit wird die Heizung aufgedreht. Je kälter, desto höher. Das wirkt sich natürlich auf die Gasrechnung aus. Wenn man dann auch noch in den Medien hört, dass die Gastarife in ihrer Höhe mal wieder steigen sollen, sollte man über einen Wechsel des Gasanbieters nachdenken. Dies wäre ein erster Schritt in Richtung einer günstigeren Gasrechnung. Nun ist es leider so, dass es nicht viele Alternativen zum Grundversorger gibt – zumindest im Bundesdurchschnitt gesehen. Über das Internet preisen die Gasanbieter ihre Gastarife an, Tarifrechner nehmen dem Benutzer bei Bedarf die Recherche und den Vergleich der verschiedenen Angebot ab.
Wer z.B. in einen Gastarifrechner die Postleitzahl 26215 und einen Stromverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bei einer Leistung des Heizkessels von 15 Kilowatt eingibt, der erhält als günstigsten Anbieter die EWE AG mit jährlich zu zahlenden 1.399,44 € angezeigt. Einziger Konkurrent in dieser Region ist E wie einfach mit dem Tarif „MeinKlimaTarif Gas“. Dieser Tarif kostet dem Verbraucher 1.804.80 € im Jahr. Insgesamt hat der Gaskunde in diesem PLZ-Gebiet nur vier Tarife zur Auswahl. Ein recht mageres Angebot, bedenkt man, das seit dem 1. Oktober 2006 der Anbieter frei gewählt werden kann.
Bei der Suche nach einem der Gastarife sollte auf eine möglichst kurze Vertragslaufzeit geachtet werden. Dann nämlich kann man schnell den Versorger wechseln, fall es auf dem Markt ein günstigeres Angebot gibt. Wer sich für Gas entschieden hat, bzw. mit Gas heizt, hat die umweltfreundlichste Art des Heizens mit fossilen Brennstoffen gewählt. Öl und erst recht Kohle blasen wesentlich mehr klimaschädliches CO2 in die Luft.
Wer moderne Gas-Brennwerttechnik im Keller stehen hat, nutzt zudem die Kondensationswärme des Wasserdampfes im Abgas. Damit wird die Effektivität gesteigert. Doch nicht nur über den Gasanbieter Wechsel oder eine gute Heizung lässt sich der zu zahlende Gaspreis drücken. Wer bewusst heizt, kann einige Euro sparen. Günstige Gastarife nützen wenig, wenn man verschwenderisch mit der Energie umgeht. So reichen in Wohn- und Arbeitsräumen Temperaturen von maximal 20 Grad Celsius vollkomen aus.
In weniger genutzten Räumen und nachts kann die Temperatur auf 16 Grad Celsius heruntergedreht werden. Vor die Heizkörper sollten keine Möbel gestellt werden, ansonsten entsteht ein Wärmstau.
Wer kein gut gedämmtes Haus hat, der kann nicht sparsam heizen. Daher ist es wichtig, dass die Wärme möglichst lange im Gebäude gehalten wird. Schwachstellen wie die Fenster sollten mindestens doppelverglast sein.
Wer ein Haus neu bauen lässt, sollte darauf achten, dass keine Wärmebrücken vorhanden sind. Darunter steht man z.B. Bauteile, die gedämmte Bereiche durchbrechen. Dies kann beispielsweise ein Stahlträger sein, der einen Balkon an der Außenseite des Hauses stützt. Dann handelt es sich um eine Wärmebrücke konstruktiver Art. Immer, wenn die Außenfläche größer als die Innnenfläche ist, haben wir es mit einer geometrischen Wärmebrücke zu tun. Prominentestes Beispiel hierfür wären die Mauern eines Erkers.